Wie helfen Skills bei Stress?
Warum sollte man sich ein Skill Survival Kit holen? Was sind eigentlich Skills und warum können sie dein Leben erleichtern?
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Skills wurde für Menschen mit Borderline erfunden. Skills sind kleine Tools, die einem im Alltag helfen. Skill bedeutet Fähigkeit auf Deutsch. Sie befähigen dich, in schwierigen Situationen zurecht zu kommen. Wie helfen sie dir? Indem sie dir Erleichterung verschaffen. Das kann zum Beispiel in Form eines Gummibands geschehen. Du legst es dir um das Handgelenk und schnippst, wenn du dich angspannt oder überreizt fühlst. Andere Skills sind zum Beispiel Düfte. Ich habe immer ein Roll-On dabei, das Zitronenduft enthält. Es erzeugt angenehme Gefühle, weil ich Zitronenduft mag. Mir hilft es auch, Parfüm aufzutragen, und immer wieder an meinem Handgelenk zu riechen.
Außerdem können auch folgende Maßnahmen helfen, dich besser zu fühlen: duschen oder das Gesicht waschen, kneten, kreativ werden: schreiben, nähen, stricken, sticken, malen oder singen.
Hier ist eine Aufstellung von Skills, die dir helfen können:
Gummiband
Duftöl
Scharfes Lipgloss mit chilly
Quetschball
Fummelring
Gesichtsspray (einfach Gesichtswasser abfüllen, ich verwende Rosenwasser)
Nagelfeile
Kaugummi
Igelball
Armband
Kette
Außerdem findest du hier * ein Skill-Set, das dir auch weiterhelfen kann.
Außerdem finde ich als Yogalehrerin natürlich Yoga sehr hilfreich. Wenn man sich nicht konzentrieren kann, helfen Asanas, die Körperübungen im Yoga, sehr. Sie verlagern den Fokus nämlich auf den Körper und man ist im Jetzt.
Was ich außerdem empfehlen kann, ist zu meditieren. Ich verwende zum Beispiel die 3-2-1 Übung, um mich abzulenken. Es ist eine kurze Fokussierung auf dich selbst.
Dabei nimmst du je 3 Dinge wahr, die du siehst, hörst und spürst. Dann zwei Dinge, dann eine Sache. So lenkst du dich ab und kannst dich wieder spüren. Diese kleine Übung habe ich in der Reha gelernt. Sie verschafft Erleichterung und man fühlt sich danach etwas besser.
Mir hilft außerdem die Trataka Meditation besonders. Dabei kannst du eine Kerze aufstellen, anzünden, und in die Flamme schauen. Nach einer Weile schließt du die Augen und siehst die Flamme, konzentrierst dich darauf für einige Atemzüge. Danach öffnest du die Augen wieder und schaust wieder auf die Flamme. Wiederhole dies mindestens drei Mal. So erhellt dich das Licht auch von Innen und du kommst zu dir selbst zurück.
Alle Arten von kreativer Betätigung können ein Ventil sein, um negative Gefühle da sein und rauszulassen. Mir half ganz lange das Nähen von eigener Kleidung sehr. Jetzt fokussiere ich mich aufs Schreiben und Malen. Tu das, was dir gut tut und was deine innere Stimme dir sagt. Male einfach darauf los, schreib los oder fange mit dem Stricken an.
Mach es nicht zu kompliziert und denke nicht zu viel nach. Fang an und erlebe, wohin dich deine kreative Ader führt.
Ich habe noch einige hilfreiche Bücher, die mir im Leben sehr geholfen haben.
Dazu gehört „Gesund durch Meditation„* von Jon Kabat Zinn. Es ist das erste Buch, das ich über Meditation gelesen habe und das mir sehr geholfen hat. Er erklärt darin die Grundlagen der Meditation, und führt verschiedene Arten auf. Es ist ein sehr hilfreiches Buch.
Anmerkung: Wenn es dir sehr schlecht geht, kann Meditation evt. die Symptome verschlimmern. In diesem Fall empfehle ich dir, zum Arzt zu gehen, und Meditation in Bewegung zu praktizieren, wie zum Beispiel Yoga. Denke immer daran: du bist nicht alleine! Viele Menschen, so wie ich, leiden auch an einer psychischen Erkrankung.
Tue dir heute etwas Gutes! Auch wenn es nur eine Dusche ist oder ein Tagebucheintrag. Erinnere dich, was dir als Kind Spaß gemacht hat. War es das Malen oder Zeichnen? Dann nimm einen Stift in die Hand und leg los!
Welches Buch übrigens auch hilft ist die 5-4-3-2-1 Übung von Mel Robbins * Diese Übung verhindert, dass du zu viel nachdenkst und ins Tun kommst. Du zählst einfach wie bei einem Raketenstart rückwärts von 5 bis 1 und dann fängst du an, das zu tun, was du tun wolltest. Diese Übung verhindert es, dass du zu viel nachdenkst. Wenn du rückwärts zählst, und dann startest, verhinderst du das und legst einfach los.
Es ist gut, sich ein Täschchen für die Skills zuzulegen. Ein kleines, wo alles reinpasst. Dies kann man dann immer mitnehmen. Du kannst dir auch so ein kleines Täschchen nähen.
Wenn du Inspirationen für Skills brauchst, schau auf diese Seite:
Dort gibt es einige Vorschläge. Skills sind nämlich nicht nur kleine Dinge zum Mitnehmen, sondern auch Ablenkungen wie Duschen oder Schreiben.
Was für kreative Skills gibt es eigentlich?
Als erstes fällt mir das Schreiben ein. Julia Cameron empfiehlt in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers„* Morgenseiten: 3 Seiten jeden Morgen Stream of Consciousness schreiben. Das bedeutet, dass man jeden Gedanken aufschreibt, der einem gerade kommt. Das ist enorm hilfreich, wenn man seine Kreativität wieder entfachen möchte. ich empfehle ihr Buch „Der Weg des Künstlers“ auf jeden Fall! Mir hilft es enorm, leichter zu schreiben und nicht zu viel nachzudenken.
Neben dem Schreiben gibt es Handarbeiten, die du gestalten kannst. Wie zum Beispiel das Nähen. Ich habe mehrere Jahre meine Kleidung selbst genäht. Ja, sie war nicht perfekt, aber wenn man im Winter eine selbstgenähte Jacke trägt, ist das echt gemütlich. Nähen kann die Kreativität entfachen. Ich empfehle, am Anfang mit einem einfachen Projekt anzufangen wie einer Tischdecke oder einem Kopfkissen aus Baumwolle. Man braucht eine gute Nähmaschine. Das bedeutet, nicht unbedingt eine aus dem Supermarkt. Sonst ärgert man sich nur, und das verdirbt den Spaß. Kostenlose Schnittmuster gibt es überall, zum Beispiel der Adventskalender von die Ebookmacher.
Wichtig ist es auch, gutes Garn zu nutzen, auch dies erleichtert das Nähen enorm.
Als Nächstes ist das Zeichnen zu erwähnen. Ich habe eine zeitlang mit Aquarellfarben gemalt. Es gibt gute Bücher dazu, auch für Anfänger.* Am besten, man malt vorher mit Bleistift einen Entwurf, und radiert ihn später aus. Aquarellfarben erlauben, dass man nicht so präzise sein muss.
Auch das Sticken ist ein Hobby, das ich mag. Es braucht nicht so viel Material und ist nicht so teuer. Bei Die Lila Pampelmuse gibt es zum Beispiel schöne Sets. Mit Sticken kann man schöne, kleine Projekte realisieren und sie verschenken. Auch auf Pinterest gibt es ab und zu Vorlagen, wie zum Beispiel für Kreuzstich. Es lohnt sich, mal reinzuschauen.
Meine Oma hat mir das Stricken beigebracht. Ich stricke zwar meist nur einfache Dinge wie Mützen und Schals. Aber vielleicht hast du ein Talent zum Stricken und kannst sogar Pullis realisieren. Man muss aber sagen, dass Wolle recht teuer ist, außer du holst sie vom Action oder Tedi.
Was gibt es noch für kreative Skills? Ich denke da ans Backen. Den Teig zu kneten kann auch beruhigen, und man hat ein Endergebenis, das man in den Händen halten und essen kann. Und lecker ist auch!
Zu erwähnen ist noch Instagram, wo man seine eigene Community finden kann. Ich war lange in der Nähcommunity aktiv, und beteiligte mich viel an Probenähen. So ist auch mein Instagramaccount entstanden. Mittlerweile konzentriere ich mich dort aber auf Yoga und Webdesign.
Wo wir gerade bei Yoga sind: Yoga ist ein klasse Weg, zu meditieren, wenn du es gerade nicht kannst. Wichtig ist dabei, dass du jede Bewegung der Asanas mit deinem Atem verbindest. Ich unterrichte Yoga seit einem Jahr. Das unterrichten hält mich nicht nur bei Stange, sondern gibt mir auch Selbstvertrauen und Kraft, und das Gefühl, etwas für andere zu tun. Meine Yogalehrausbildung habe ich bei Barbara Nagel in Miltenberg gemacht.
Die intensive Atmung bei den Asanas lässt dich zurück zu dir selbst kommen. Es tut deinem Körper gut, indem er gedehnt und gestreckt wird. Aber auch deine Seele profitiert, weil du innerlich ausgerichtet und ruhig wirst.
Mach es besonders
Was auch immer es ist – die Art und Weise, wie du deine Geschichte online vermittelst, kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.
Zuletzt ist da noch die Meditation zu empfehlen. Sie hilft mir immer. Falls ich Symptome meiner Krankheit habe, meditiere ich, bis ich mich besser fühle. Man muss aber sagen, dass Ärzte die Meditation nicht empfehlen, wenn man in einer Krise steckt. Fang also an, wenn es dir etwas besser geht und du stabil bist. Meditation kann ein ganz starkes Werkzeug sein, um wieder im Jetzt und bei dir selbst anzukommen. Neben dem Buch von Jon Kabat Zinn empfehle ich dir das Buch von Maren Schneider,* einer Schülerin von ihm. In diesen Büchern lernst du, wie du meditierst, wie du dabei sitzt und was du bei Ablenkungen machen kannst. Denke immer daran: es ist normal, dass die Gedanken immer wieder kommen und dein Geist nicht klar ist, sondern voller Gedanken. Beobachte sie einfach, wie einen Fluß, auf dem ein Blatt schwimmt. Sie gehen vorbei.
Das war eine kurze Übersicht über Tools und Skills, die mir helfen, meinen Alltag zu bewältigen und die man teilweise in der Tasche mitnehmen kann. Nimm dir Zeit für deine Skills und denke daran: Wir packen das!
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