Lachyoga und Heulyoga
Humor bei einem Burnout? Geht das und darf ich das eigentlich?
Humor hilft, etwas Abstand zu gewinnen und über sich selbst zu lachen. Ich habe hier mal eine Übung kreiert, die dir vielleiht dabei weiterhilft, über dich selbst zu lachen.
Es gibt ja Lachyoga, vielleicht hast du schon davon gehört. Wir machen jetzt Heulyoga.
Heulyoga
Schließe deine Augen und atme zehn Atemzüge. Lasse den Atem fließen, und versuch ihn nicht zu steuern. Konzentriere dich auf die Einatmung, dann auf die Ausatmung.
Öffne deine Augen nach 10 Atemzügen. Los geht´s!
Mache eine saures Gesicht, verzieh dein Gesicht, so als ob du unglücklich bist. Halte für drei Atemzüge. Versuch, ernst zu bleiben.
Die nächste Übung ist das Zitronengesicht. Stell dir vor, du hast in eine Zitrone gebissen. es schmeckt sehr sauer, und alles zieht sich zusammen. Halte für drei Atemzüge.
Jetzt jammerst du laut: oje, oje, oje. Fühl dich da rein und jammere richtig laut.
Jetzt seufzen wir drei Mal. Seufze aus voller Lunge, und bleibe ernst. Das Leben kann schon schwer sein!
Die nächste Übung ist, die die Hände vors Gesicht zu halten und dich so zu fühlen, als seist du verzweifelt. Atme drei Atemzüge mit Händen vor dem Gesicht.
Nehme die Hände vom Gesicht und seufze wieder drei Mal laut auf.
Stütze den Kopf auf eine Hand und simuliere die Denkerpose. Atme dabei drei Atemzüge. Stell dir vor, dein Kopf ist voller Gedanken weil du zu viel nachdenkst.
Jetzt machst du ein beleidigtes Gesicht. Halte für drei Atemzüge.
Schluchze jetzt ganz laut. Schluchze insgesamt drei Mal intensiv. Jetzt schniefe und wisch dir die Nase, als ob du weinst.
Jetzt schimpfst du dreimal auf die Welt und ihre Ungerechtigkeit. Atme jetzt schnell aus und verzieh dein Gesicht. Runzle Deine Stirn dabei.
Jetzt gehen wir zu einem Spiegel. Du schaust dich jetzt ganz vorwurfsvoll an. Am besten schüttelst du den Kopf dabei, denn das kann ja nicht sein, dass du heute nichts hinbekommst. Schüttle deinen Kopf dreimal.
Jetzt jammerst du laut: ai ai ai. Sag nochmal 5 Mal laut Oje.
Zum Schluss stellst du dir wieder vor, du beisst in eine Zitrone, drei Atemzüge lang. Es ist sehr sauer, das Leben.
Am Schluss schließt du deine Augen und atmest wieder zehn Atemzüge lang.
Kommen wir zu Part II.
Lachyoga
Wir haben uns etwas durch Heulyoga aufgewärmt. Jetzt kommt Lachyoga.
Halte dir wieder die Hände vors Gesicht und atme fünf Mal schnell aus.
Dann legst du die Hände über den Mund. Mach das Chillilachen: fünfmal schnell „Hihihihihi“ machen und dabei jeweils ausatmen.
Denke daran, du darfst erst am Ende lachen. Es ist ernst.
Gestikuliere jetzt mit deinen Armen und mache drei Mal laut „Ha Ha Ha“.
Die nächste Übung ist fünf Mal „Hu hu hu hu hu“ zu machen. Bleibe dabei ernst.
Gestikuliere wieder und mache drei Mal laut „Ho ho ho“ wie der Weihnachtsmann.
Lache dir jetzt ins Fäustchen mit „He he he“. Wiederhole es drei Mal laut wie ein Bösewicht.
Schlage dir jetzt auf die Brust und mache dabei ein „Ah“, das du lang ziehst. Atme dabei aus.
Singe jetzt mit geöffneten Armen „Ha He hi ho hu“, und das fünf Mal. Merke dir, du lachst erst am Ende der Übung!
Wiederhole das Chillilachen mit Hihihi. Es ist mehr ein „Chi chi chi“ und ganz leise.
Singe jetzt einen Ton und atme mit dem Bauch aus. Zum Beispiel Do re mi fa so. Diese Atemübung ist eigentlich aus dem Yoga, aber wir verwenden sie hier, um uns zu lockern.
Seufze noch ein letztes Mal drei Mal laut auf.
Jetzt lachst du „ha ha ha, he he he, hi hi hi“.
Du darfst jetzt lachen!
Ich hoffe, die Übungen haben dir gefallen und helfen ein wenig, über dich selbst und die Welt zu lachen.
Denke daran, du packst das!